Am Gaumen saftig, mit reifer gelber Frucht. Harmonisch und intensiv. Durchaus straff mit viel Klarheit und kaum zu erwartender Frische. Eine für das Vulkanland typische, runde und reife  Säure, feiner Gerbstoff und mineralische Noten begleiten die kompakte Frucht im langen Abgang.

Der Wein ist nicht perfekt, aber er begeistert durch seine individuelle Prägung. Er übertrifft die Erwartungen, aber fordert zur gleiche Zeit das Nachdenken, er lässt einen nicht ruhen. Er ist schwer zu fassen, aber jeder Schluck weist in eine große Zukunft. Das Versprechen ist ein Großes und Zweifel an der Erfüllung sind kaum denkbar.

Der gelbe Muskateller ist für die Familie Repolusk nicht nur einfach eine Sorte, sondern das Herzstück des Betriebes. Schon Großvater Karl Repolusk wußte um das Potential dieser Sorte und bis zum heutigen Tag hält man an dieser Begeisterung fest.

Diese Vereinigung von sieben steirischen Jungwinzern ist inzwischen zum Garant dafür geworden, frische, intensive und hochwertige Weißweine, die die steirische Weinlandschaft auf das Genaueste verkörpern, zu produzieren. Der Name entstand aus der umgangssprachlichen Bezeichnung für die Zahl 7, lehnt sich aber auch an das italienische Wort „insieme“ (miteinander, zusammen) an.

Ein ganz Großer. Ja, und irgendwann hat dieser Wein auch den Concours Mondial du Sauvignon gewonnen, also praktisch Weltmeister und darüber hinaus auch noch andere internationale Wettbewerbe. Reinhard Muster macht aber nicht viel Aufhebens darum. Er nimmt sie zur Kenntnis, freut sich, aber es ändert nichts an seiner Einstellung. Das Ziel ist die ständige Verbesserung und die dadurch einhergehende Steigerung der Qualität.

Die Spätfüllung 2017 präsentiert sich mit einer feinen Röstnote, wirkt leicht reduktiv und ruhig. Man erkennt Aromen nach Salzzitrone, reifem Apfel, Cassis, Fenchel und getrocknetem Thymian. Elegant, feinziseliert und wunderbar komplex. Am Gaumen cremig, intensiv und voller Extrakt. Ausgesprochen balanciert, mit runder Säure, mineralischem Grundton und sehr guter Länge.

Wunderbar vermählen sich hier Rebsorte und Terroir. Die Steiermark ist allgegenwärtig und gibt die Richtung vor. Ein Wein, der sein Herz auf der Zunge trägt, der jugendlichen Esprit versprüht – ohne je oberflächlich zu wirken und dessen alte Seele niemals der Vergangenheit nachhängt, sondern für immer neugierig in die Zukunft blickt.

Dieser Pet-Nat, eine Cuvée aus Muskateller und Welschriesling, besticht durch seine verführerischen und intensiven Noten nach reifer Zitrone, Grapefruit, Holunderblüte und Minze. Am Gaumen ungemein straff und mineralisch. Feine, erfrischende Perlage unterlegt mit kühlen, steinigen Noten. Dies alles ergänzt von leichten Vanille-Brioche Aromen. Zugänglich, leicht cremig, absolut präzise und voller Frische und Lebensfreude.

Das Beste aus zwei Sauvignon-Welten oder doch ein Naturwein für Einsteiger? Egal, wie man den neuen „Sauvignon Blow“ bezeichnet – uns hat er begeistert. Hinter dem Wein mit dem stürmischen Namen und dem schicken Etikett steckt übrigens das Weingut KTCN. Bei dem Namen, der uns ein bisschen an eine neue Luxus-Handtaschenmarke erinnert, wurden die Anfangsbuchstaben zwei ganz Großer zusammengefügt: Katharina Tinnacher und Christoph Neumeister.

Dieser Wein ist ein Erlebnis. Mit seiner unangreifbaren Eleganz und Leichtigkeit vermag er zu verzaubern und es sei ihm auf Grund seiner Jugendlichkeit auch verziehen, dass er mehr die Rebsorte als das Terroir ausdrückt. Dennoch aber, vernimmt man hier die deutliche Stimme der Steiermark. Es ist eine Interpretation der Rebsorte, die sich, wie sollte es auch anders sein, der Herkunft nicht entziehen kann.