Dieser Welschriesling stammt von einer 35 Jahre alten Rebanlage, auf einer steilen Südwestlage im Ortsgebiet von Gamlitz. Gepflanzt wurden sie von Franz Lackner, dem Großvater von Katharina Lackner-Tinnacher. Auf einer Höhe von 450 bis 470 Metern stehen die Reben auf Schotter, Sand und etwas Lehm. Die Trauben wurden per Hand gelesen, im Ganzen gepresst und mit natürlichen Hefen vergoren. Der Ausbau erfolgte über mehrere Monate, auf der Vollhefe im gebrauchten 1000 Liter Faß.

Anders als bei einer Cuvée, kann man bei dieser Art nicht so sehr in die Gestaltung des Weines eingreifen. Eine Solera ist ein eigenes Universum, ein eigenes Lebewesen, welches Jahr für Jahr wächst, sich verändert und komplexer wird. Jede Füllung unterscheidet sich im Detail von der vorhergehenden, die Möglichkeit der Cuvéetierung entfällt.

Erwin Sabathi macht auch Grauburgunder und weiß was er tut. Er treibt die Reife nicht of die Spitze, liest zum richtigen Zeitpunkt und presst die Trauben ohne lange Maischestandzeit. Dadurch verleiht er dem Wein eine feine burgundische Note, erzielt er mehr Finesse und verliert weniger Säure. Mindestens genau so wichtig, ist aber auch das richtige Traubenmaterial. Hier kann Erwin Sabathi auf Rebstöcke zurückgreifen, die bereits sein Großvater gepflanzt hat. Diese liefern dunkelfarbiges und kleinbeeriges Traubenmaterial.

Dies ist kein frisch-fröhlicher Riesling, er ist weder unbekümmert noch farbenfroh. Ecken und Kanten prägen seinen Charakter. Karg und straff erinnert er eher an einen Film Noir, denn an eine Heimatkomödie. Mehr Humphrey Bogart als Peter Alexander.

Dieser Wein ist vom Sausal geprägt, er kann es nicht verleugnen und trägt es in sich. Das ist gut so und ein Kompliment. Aber trotzdem wirkt er nicht nur regional sondern auch international. Er kann jederzeit in Verkostungen mit Naturweinen und anderen derzeit im Trend liegenden Weinen bestehen, ohne sich von der einen oder anderen Richtung vereinnahmen zu lassen. 

Er beeindruckt durch seine fruchtbetonte und komplexe Nase mit Aromen nach gelbem Apfel, reifer Birne, Quitte, weißen Blüten, Zitronencreme, frisch gebackenem Weißbrot und Brioche. Mit Luft bemerkt man auch leicht tropische, kandierte Noten, die durch kalkig-mineralischen Akzente ergänzt werden.

Das Weingut Pongratz ist „Nachhaltig Austria“ zertifiziert. Dies beinhaltet neben vielen anderen Gesichtspunkten auch einen schonenden und natürlichen Umgang mit der Natur. Dadurch wird das Umfeld für Mensch und Tier so lebenswert wie möglich gestaltet. Die Biodiversität wird gefördert und trägt auch dazu bei, dass Schwalben so häufig am Weingut Pongratz anzutreffen sind. Diese Vögel haben für Markus Pongratz Symbolcharakter.

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Da fährt man nach Klöch, begibt sich auf die Spuren des Traminers und was findet man, den Riesling. Zuerst wundert man sich und denkt, dass diese Rebsorte eigentlich nicht so richtig hierher passt. Viel zu warm sei es ja hier und auch das Terroir und all das andere, kommt ihr nicht entgegen. Wenn man dann aber genauer hinsieht, dann ergibt alles einen Sinn.

In einer Höhe von 400 bis 500 m, wachsen die Reben auf kalkhaltigem Quarzsandboden mit Hellglimmer, Mangan und Eisen. Hier erntet man hochwertige Trauben, die durch die großen Unterschiede in der Tages- und Nachttemperatur noch an fruchtigem Ausdruck und Intensität gewinnen. Die Trauben werden per Hand gelesen. Die Vergärung, sowie der Ausbau, erfolgen auf der Hefe im Edelstahltank. In der Nase klar und intensiv. Die reine Frucht in puristischer Form. Konzentrierte Aromen nach schwarzer Ribisel, grünem Apfel, Honigmelone, Stachelbeere, etwas Dill und Zuckererbse. Wunderbar fein und elegant. Am Gaumen viel reife Frucht, die aber nie an Präzision verliert.

Ein großartiger Roter Traminer und ein noch viel besserer Ried Steinbach! Unweit der Pfarrkirche von Straden, an den Hängen des sogenannten Himmelsberges, liegt die Ried Steinbach. Dort stehen, tief verwurzelt in einer steilen Südlage, alte Traminerreben. Der Weingarten umfasst 1,5 ha, der Boden besteht aus leicht kalkhaltigen, feinen Tertiärsedimenten und das alles liegt auf rund 360 m Seehöhe.