Diese Vereinigung von sieben steirischen Jungwinzern ist inzwischen zum Garant dafür geworden, frische, intensive und hochwertige Weißweine, die die steirische Weinlandschaft auf das Genaueste verkörpern, zu produzieren. Der Name entstand aus der umgangssprachlichen Bezeichnung für die Zahl 7, lehnt sich aber auch an das italienische Wort „insieme“ (miteinander, zusammen) an.

Ein ganz Großer. Ja, und irgendwann hat dieser Wein auch den Concours Mondial du Sauvignon gewonnen, also praktisch Weltmeister und darüber hinaus auch noch andere internationale Wettbewerbe. Reinhard Muster macht aber nicht viel Aufhebens darum. Er nimmt sie zur Kenntnis, freut sich, aber es ändert nichts an seiner Einstellung. Das Ziel ist die ständige Verbesserung und die dadurch einhergehende Steigerung der Qualität.

Die Spätfüllung 2017 präsentiert sich mit einer feinen Röstnote, wirkt leicht reduktiv und ruhig. Man erkennt Aromen nach Salzzitrone, reifem Apfel, Cassis, Fenchel und getrocknetem Thymian. Elegant, feinziseliert und wunderbar komplex. Am Gaumen cremig, intensiv und voller Extrakt. Ausgesprochen balanciert, mit runder Säure, mineralischem Grundton und sehr guter Länge.

Wunderbar vermählen sich hier Rebsorte und Terroir. Die Steiermark ist allgegenwärtig und gibt die Richtung vor. Ein Wein, der sein Herz auf der Zunge trägt, der jugendlichen Esprit versprüht – ohne je oberflächlich zu wirken und dessen alte Seele niemals der Vergangenheit nachhängt, sondern für immer neugierig in die Zukunft blickt.

Dieser Pet-Nat, eine Cuvée aus Muskateller und Welschriesling, besticht durch seine verführerischen und intensiven Noten nach reifer Zitrone, Grapefruit, Holunderblüte und Minze. Am Gaumen ungemein straff und mineralisch. Feine, erfrischende Perlage unterlegt mit kühlen, steinigen Noten. Dies alles ergänzt von leichten Vanille-Brioche Aromen. Zugänglich, leicht cremig, absolut präzise und voller Frische und Lebensfreude.

Das Beste aus zwei Sauvignon-Welten oder doch ein Naturwein für Einsteiger? Egal, wie man den neuen „Sauvignon Blow“ bezeichnet – uns hat er begeistert. Hinter dem Wein mit dem stürmischen Namen und dem schicken Etikett steckt übrigens das Weingut KTCN. Bei dem Namen, der uns ein bisschen an eine neue Luxus-Handtaschenmarke erinnert, wurden die Anfangsbuchstaben zwei ganz Großer zusammengefügt: Katharina Tinnacher und Christoph Neumeister.

Dieser Wein ist ein Erlebnis. Mit seiner unangreifbaren Eleganz und Leichtigkeit vermag er zu verzaubern und es sei ihm auf Grund seiner Jugendlichkeit auch verziehen, dass er mehr die Rebsorte als das Terroir ausdrückt. Dennoch aber, vernimmt man hier die deutliche Stimme der Steiermark. Es ist eine Interpretation der Rebsorte, die sich, wie sollte es auch anders sein, der Herkunft nicht entziehen kann.

Die Ried Zieregg zählt zu den absoluten Top-Lagen der Steiermark und ist in 16 Parzellen unterteilt. Vom oberen Teil der Parzelle „Steilriegel“ kommen die Trauben für diesen Wein. Die Reben stehen auf oben erwähnten Kalkboden, mit einer Auflage von lockerer Braunerde. Biologisch bewirtschaftet und per Hand gelesen, wurde der Wein in 228 l Holzfässern, sogenannten Pièce, ausgebaut.

Anfangs verhalten, erkennt man Noten nach weißer Ribisel, Pfirsich, Apfelblüte, Schwarzbrotrinde und Feuerstein. Der Gaumen ergänzt mit Aromen nach Salzzitrone, Stachelbeere und grünem Apfel. Sehr kompakt und saftig, mit steinigen Noten und leichter Reduktion. Geprägt von Zurückhaltung und karger Eleganz findet man eine leicht cremige Textur mit gut eingebundener Säure und großer Intensität. Extreme Länge, getragen durch klare, genau definierte Aromen.

Der Wein entstammt einer Kooperation von Thomas Rotschädl mit Martin Oertel und Christine Büchl. Seit 2014 kennt man sich und schmiedete Pläne für eine Zusammenarbeit, deren Früchte man nun verkosten kann. Die Trauben für diesen Wein stammen von ausgesuchten Parzellen der Ried Kreuzberg und werden im Keller der Rothschädls vinifiziert. Die Trauben werden per Hand gelesen, spontan vergoren und verbringen anschließend 27 Monate auf der Feinhefe. Der Ausbau findet zur einen Hälfte im Edelstahltank und zur anderen im Holzfass statt. Man erkennt kühle aber dennoch reife Aromen nach Cassis, Stachelbeere, alten Apfelsorten und Holunderblüte.